Nächste geplante Grundkäufe

Das Grundstück im Bonito-Tal.

Das Bonito-Tal reicht von La Gamba weit hinein in den Regenwald der Österreicher. Der Freikauf der Grundstücke im engen Tal am Río Bonito, das zur Gänze von unberührtem Regenwald umgeben ist, war der Parkverwaltung von Anfang an ein wichtiges Anliegen. Aus ökologischer Sicht litt das Tal unter der starken Bewirtschaftung: Auf den „Fincas” der Familie Monge befanden sich Pferdekoppeln und Rinderherden; die Besitzer hatten Häuser errichtet und bepflanzten ihre Grundstücke mit fremden Baumarten wie Gmelina oder Ölpalmen. Seit 2004 konnten drei dieser Fincas erworben und in den Nationalpark eingliedert werden: Gregor Monge (37,02 ha), Carlos Monge (21,86 ha) und Rafael Monge (16,68 ha). Die Finca von Daniel Monge (19,82 ha) am Ausgang des Bonito-Tales ist aufgrund überhöhter Forderungen des Besitzers noch nicht freigekauft. Trotzdem ist die Grenze des Schutzgebiets bereits um fast zwei Kilometer talauswärts gerückt, die Bauern verließen samt ihren Tieren das Tal und die natürliche Regeneration des Waldes konnte beginnen.
 
Ein Grundstück von zentraler Bedeutung
Das wichtigste Grundstück aber fehlte noch: Ganz hinten im Bonito-Tal, nunmehr vollkommen eingeschlossen vom Nationalpark, betreiben die Brüder Francisco und Magdaleno Enriquez seit 20 Jahren mitten im Regenwald der Österreicher eine Landwirtschaft. Bereits 1995 hatte uns der damalige Parkdirektor Alvaro Ugalde dringend gebeten, dieses Grundstück zu kaufen, denn schon damals bedeutete die Bewirtschaftung eine große Gefahr für die Natur. Die Enriquez-Brüder wohnten samt Kühen, Pferden und Jagdhunden auf der 133 Hektar großen Finca, schlägerten illegal Bäume und haben große Flächen brandgerodet, die sie mit Bohnen und Mais bepflanzten. Die Abgeschiedenheit des riesigen Grundstückes ermöglichte es den Brüdern, unbeobachtet Pekkaris, Agutis, Affen und andere Tiere zu jagen, denn das Gebiet ist besonders wildreich – auch Wildkatzen kommen hier noch in größerer Zahl vor. Im Bonito-Tal hat ein Wildhüter Mitte März 2010 einen Jaguar beobachtet, und im Flussbett des Río Bonito fanden unsere Wildkatzen-Spezialisten Aida und Ricardo Spuren von Jaguaren und Pumas. Mehrere Ozelots wurden mit Fotofallen aufgenommen.

Die Finca Enriquez im Bonito-Tal

Mühsame Verhandlungen
Diese Finca gehörte zu den wenigen Grundstücken, die rechtlich einwandfrei in Ordnung waren, aber die Enriquez-Brüder lehnten seit 1995 jede staatliche Schätzung ab. Noch 2008 verlangten sie einen Hektarpreis von 5.000 Euro. Wir lehnten ab und teilten ihnen mit, dass wir Grundstücke im Nationalpark nur zum staatlich festgelegen Preis kaufen (zuzüglich einer Inflations-Anpassung).

Die große Chance
Im März 2010 erklärten sich die Besitzer auf einmal bereit, den Schätzpreis von 1,8 Mio. Colones pro Hektar zu akzeptieren. Prof. Schnitzler musste da nicht lange überlegen und sagte sofort zu. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung fehlten uns allerdings noch 80 Mio. Colones, das entspricht derzeit umgerechnet 116.000 Euro (Stand 4. Mai). Aufgrund der Abwertung des Euros um ca. 25% ist der Quadratmeterpreis von 20 Cent auf 25 Cent gestiegen. Wir behalten jedoch unseren Zertifikats-„Preis” auf dem Niveau von November 2009, in der Hoffnung, dass sich der Eurokurs wieder erholt. Nun haben wir sechs Monate Zeit, die fehlenden Mittel für diesen Grundkauf  zu sammeln. Wir wissen, dass Ihre Spenden in Österreich steuerlich nicht absetzbar sind. Wir wissen, dass jetzt nicht die übliche Jahreszeit zum Spenden ist. Doch jetzt haben wir endlich die Chance, dieses wichtige Grundstück im Bonito-Tal dauerhaft unter Schutz zu stellen.

Bitte helfen Sie uns daher nach Ihren Möglichkeiten! Mit jeder Spende schützen Sie ein Stück kostbaren Regenwald!