20 Jahre - eine kurze Zusammenfassung

- Bis 2010 wurden 38 Grundstücke gekauft und in den Nationalpark eingegliedert. Insgesamt wurden mehr als 100 km2 Regenwald freigekauft.
Der 159 km² große Esquinas-Regenwald im Südwesten Costa Ricas ist einer der letzten noch erhaltenen Tieflandregenwälder an der Pazifikküste Mittelamerikas und gehört zu den artenreichsten Wäldern der Erde. Auf jedem Quadratkilometer wachsen bis zu 140 Baumarten, hier leben Jaguare, Ozelots, Aras und vier Affenarten. Der Wald war bis 1991 zur Gänze im Besitz von etwa 140 Privateigentümern aus den umliegenden Dörfern, die Genehmigungen zum Schlägern der wertvollen Hartholzbäume besassen. Um die Abholzung aufzuhalten, hat die Regierung Costa Ricas 1991 das Gebiet zum Nationalpark Piedras Blancas erklärt. Da aber die Mittel fehlten, um die gefährdeten Grundstücke zu kaufen und damit das Gebiet für immer unter Schutz zu stellen, war sie bei der Verwirklichung ihrer vorbildlichen Umweltschutzpläne auf internationale Hilfe angewiesen.
Der von
Prof. Michael Schnitzler gegründete Verein Regenwald der Österreicher hat in zwanzig Jahren mit Hilfe von Spendengeldern mehr als 4000 Hektar von diesem Paradies freigekauft und der Nationalparkverwaltung von Costa Rica geschenkt. Die Grundstücke wurden in den Nationalpark Piedras Blancas eingegliedert. Zwei amerikanische Organisationen sowie die Republik Costa Rica selbst haben sich gleichermaßen am Freikauf beteiligt. Inzwischen ist das Holzfällen verboten, 72% des Gebietes steht unter dem Schutz der Nationalparkverwaltung, und die restlichen Grundstücke sind nicht in Gefahr. Der Esquinas-Regenwald gilt als gerettet! Zusätzlich zum Freikauf des Waldes wurden
Wildhüter angestellt, bedrohte
Tierarten geschützt, eine
Forschungsstation und eine
Ökolodge aufgebaut und nachhaltige
Regionalentwicklung in das Projekt eingebettet.

