Unsere Vision: ein durchgehender "Biologischer Korridor"
Der Esquinas-Wald war früher mit der Fila Cruces, einem 1700 m hohen bewaldeten Bergkamm, verbunden. Heute wird der Wald durch landwirtschaftlich genutzte oder aufgelassene Weideflächen unterbrochen; in den so entstandenen „Waldinseln“ kommt es zu Artenverarmung. Seit 2010 konzentriert sich die Vereinsarbeit auf drei Schwerpunkte:
- Noch bestehende Regenwälder außerhalb des Nationalparks werden freigekauft und vor der Schlägerung geschützt, wodurch eine dauerhafte Speicherung des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) sichergestellt wird.
- Weideflächen werden mit Regenwaldbäumen aufgeforstet und dadurch langfristig weitere tausende Tonnen CO2 gespeichert.
- Ein durchgehender„biologischer Korridor“ zwischen der Fila Cruces und dem Nationalpark Piedras Blancas wird geschaffen, um Wanderungsbewegungen von Tieren und Pflanzen zwischen den isolierten Waldflächen zu ermöglichen.

- Ein Biologischer Korridor soll die Fila Cruces mit dem Regenwald der Österreicher verbinden
Reduktion von Kohlendioxid durch Freikauf und Wiederbewaldung
Die stetige Zunahme des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in der Erdatmosphäre führt zum Treibhauseffekt und somit zu einer globalen Erderwärmung. Wir sind heute gefordert Maßnahmen für eine Reduktion des CO2 zu treffen und einer weiteren Erwärmung vorzubeugen. Neben Energiesparmaßnahmen oder der Verwendung alternativer Energien ist eine langfristige Bindung des Kohlenstoffs in Biomasse, (z.B. in Holz als nachwachsenden Rohstoff) eine weitere Form der CO2-Reduktion. Die Aufforstung von Acker- und Weideland stellt eine wichtige Strategie zur Abschwächung des Klimawandels dar, denn Wiederbewaldung bringt einen Zuwachs an gebundenem CO2 von insgesamt 600 t pro Hektar (auf einen Zeitraum von 60 Jahren gerechnet).

- Alexis Zamora mit Michael Schnitzler auf seiner Finca, die 2011 gekauft und aufgeforstet werden soll
Unser bisher kostspieligstes Projekt
Mehr als eine Million Euro kosten der Kauf von beinahe 150 Hektar Land und die Wiederbewaldung mit 22.500 Bäumen. Es werden über einen Zeitraum von 60 Jahren fast 90.000 Tonnen CO2 gebunden. Leider sind die Grundstücke beinahe dreimal so teuer wie jene im Nationalpark, da hier der Preis nicht mehr vom Staat festgelegt wird. Dazu kommen die Kosten für Aufzucht, Pflanzung und Pflegeder Bäume, für Fachkräfte und Hilfsarbeiter vor Ort sowiefür die Projektleitung und wissenschaftliche Begleitung durch die Universität Wien. Es fehlen noch 800.000 Euro, um das Projekt in vier Jahren zu Ende zu bringen.
