Arten- und Klimaschutz durch Wiederbewaldung
In letzter Zeit hat die Diskussion um die globale Klimaveränderung weltweit stark zugenommen. Die Berichte des UNO-Weltklimarates haben gezeigt, dass ein schneller und entschlossener Kurswechsel in unserer Wirtschaftspolitik ebenso wie in unserem Konsumverhalten unabdingbar ist, wenn wir die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels noch abwenden wollen. Die globalen Klimaveränderungen sind für die Menschen ein Problem in wirtschaftlicher, sicherheitspolitischer und sozialer Hinsicht. Unverschuldet kommt auch die Natur zu schaden. In vielen Regionen der Welt wird ein massives Artensterben befürchtet. Noch ist es möglich, den Klimawandel in Grenzen zu halten. Besonders wir Einwohner der Industriestaaten sind aufgerufen, unsere Treibhausgas-Emissionen zu verringern und gegen den Klimawandel aktiv zu werden, zum Beispiel mit einer Beteiligung an unserem Wiederbewaldungsprojekt.
Die Bepflanzung biologischer Korridore
Neben dem Freikauf wenden wir uns dem Kauf gerodeter Flächen zu, die sich in unmittelbarer Nähe des Nationalparks befinden. Sie sollen der natürlichen Wiederbewaldung überlassen werden oder mit 40 Baumarten aus den umliegenden Regenwäldern bepflanzt werden. Wir verfolgen dabei zwei Ziele: die Aufrechterhaltung der Artenvielfalt durch die Verbindung isolierter Waldflächen und die Reduktion des Treibhausgases CO2 durch langfristige Bindung in Biomasse. Die natürliche Fauna und Flora isolierter Waldinseln, die von landwirtschaftlichen Flächen umgeben sind, ist auf lange Sicht nicht überlebensfähig. Es kommt zu einer Artenverarmung; manche Arten sterben ganz aus. Die Bildung von so genannten „biologischen Korridoren“ durch Wiederbewaldung ermöglicht einen genetischen Austausch von Pflanzen- und Tierpopulationen zwischen dem Regenwald der Österreicher und isolierten Waldgebieten. Darüber hinaus bringt die Wiederbewaldung einen Zuwachs an gebundenem CO2 von insgesamt 600 t pro Hektar, während bereits existierende, ausgewachsene Primärwälder etwa gleich viel CO2 abgeben, wie sie aufnehmen. Jeder gepflanzte Baum speichert im Lauf seines Lebens 750 kg CO2. Für eine Berechnung der Kohlenstoffbindung und eine Kostenaufstellung für die Wiederbewaldung (PDF),
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Wiederbewaldung macht Esquinas Lodge 100% CO2-neutral

- Finca Ovilio, auf der ab Mai 2010 7500 Regenwaldbäume gepflanzt werden.
Im November 2009 haben wir eine 16,5 ha große Finca in La Gamba gekauft, die aus Weideland, Sekundärwald und einem kleinen Teil primären Regenwaldes besteht. Unter der Leitung der
Tropenstation La Gamba werden 2010 7500 Regenwaldbäume auf den Wiesen gepflanzt.
Die
Esquinas Rainforest Lodge und ihre Fahrzeuge stoßen jährlich ca. 29 Tonnen Kohlenstoffdioxid aus. Ein Team von Wissenschaftlern der Universität Wien hat errechnet, dass 2.334 Bäume benötigt werden, um die Emissionen zu neutralisieren. Energieverbrauch und CO2-Ausstoß der Lodge wurden genau kalkuliert und dokumentiert. Die Esquinas Rainforest Lodge hat dem Verein Regenwald der Österreicher EUR 29.175 für die Wiederbewaldung von 2.334 Bäumen gespendet und hat dadurch ihre Emissionen neutralisiert. In der Dokumentation, die Sie
hier als PDF herunterladen können, finden Sie auch viele interessante Links zu Webseiten zum Thema Kohlenstoffbindung und Energieverbrauch sowie zu einigen anerkannten CO2-Rechnern.


