Mehr Wildhüter für den Regenwald der Österreicher!

- Michael Schnitzler diskutiert mit Jägern und Wildhütern im Gemeindesaal von La Gamba.
Unser Kampf gegen illegale Jagd und illegale Schlägerungen
Mehr als 70% des Esquinas-Regenwaldes sind bereits freigekauft und Nationalpark. In diesen Gebieten ist die Rodung des Regenwaldes erfolgreich gestoppt worden. Von der illegalen Jagd kann das leider noch nicht ganz behauptet werden. Immer noch gibt es Jäger, die in den Esquinas-Regenwald eindringen und Pekaris, Agutis und andere Tiere töten. Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten, steht neben dem Freikauf der noch ungeschützten Grundstücke auch die Verbesserung des Schutzes durch Wildhüter ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Seit Juni 2003 arbeiten zwei von Regenwald der Österreicher bezahlte Wildhüter im Gebiet rund um La Gamba. Zwei Jahresgehälter kosten rund 21.000 EUR.

- Dieser gefällte Baumriese wurde zu spät von den Wildhütern entdeckt. Die Anzahl illegaler Schlägerungen hat jedoch dank der erhöhten Präsenz von Patrouillen abgenommen.
Harte Einschulung für neue Parkwächter
Im ersten Monat absolvierten die Parkwächter ein intensives Trainingsprogramm, in dem sie über die Pflichten und Rechte von Wildhütern, das costaricanische Rechtssystem, den Waffengebrauch, die nachhaltige Forstbewirtschaftung sowie die Probleme im Nationalpark Piedras Blancas unterrichtet wurden. Das Verständnis für die natürlichen Ressourcen, die Infrastruktur und die lokale Bevölkerung ist hier von zentraler Bedeutung. Zusammen mit Parkwächtern, die schon länger hier arbeiten, wurden die Wege abgegangen und Problemgebiete aufgesucht. Die Identifizierung von bekannten Jägern und ihren bevorzugten Jagdgebieten gehörte auch zur ersten Ausbildung. Die Stationierung der Wildhüter in La Gamba hat offenbar ausgereicht, um die meisten Jäger von weiteren illegalen Aktionen abzuhalten, aber trotzdem sind einzelne Wilderer noch aktiv.

- Einer "unserer" Wildhüter, Oscar Lopez, vor der neuen Wildhüterstation in La Gamba
Bau einer Wildhüter-Station in La Gamba
Die „guardaparques” hatten ihr Quartier bisher in einer Hütte im schwer zugänglichen Bonito-Tal, was mit einem erheblichen Zeitverlust verbunden war, oder in der aufgelassenen Käserei in La Gamba. Aus Platzgründen konnten nicht mehr als zwei Wildhüter hier untergebracht werden, obwohl je nach Einsatzplan bis zu sechs Männer hier stationiert werden sollten. Wir fanden es äußerst wichtig, diese Einschränkungen für die Arbeit der Wildhüter zu beheben, um den Kampf gegen die Jagd und gegen illegale Baumfällungen erfolgreich führen zu können. Daher haben wir in Zusammenarbeit mit der Corcovado-Stiftung eine neue Wildhüter-Station in La Gamba finanziert. Um 50.000 US-Dollar (etwa 37.000 Euro) wurde ein ca. 140 m² großes Haus gebaut, das mit vier einfachen Schlafräumen, Küche, Aufenthaltsraum und Büro Platz für bis zu acht Wildhüter bietet. Der Bau der Station, die im August 2009 eröffnet wurde, ist von großer Bedeutung für den Schutz des Esquinas-Regenwaldes und seiner Tiere.

- Ein Wildhüter bewacht ein gerade entdecktes Wilderer-Lager.

- Der "Nazareno" oder Purpurholz-Baum gehört zu den gefährdetsten Hartholzbäumen.
Wir brauchen Ihre Unterstützung!
Dank Ihrer Spenden konnten wir die erforderlichen Mittel für den Bau der Wildhüter-Station in La Gamba aufbringen. Nun ersuchen wir Sie erneut um Ihre Unterstützung für die weitere Anstellung "unserer" zwei Wildhüter im Jahr 2011. Das Jahresgehalt für zwei "guardaparques" inklusive aller Sozialabgaben beträgt 11,569,787 CRC oder rund 21.000 EUR.
Projektkonto für die Anstellung von Wildhütern:
Konto-Nr. 09414260105, BLZ 12000, Bank Austria-Creditanstalt.
Für Spenden aus anderen EU-Ländern: IBAN: AT21 1200 0094 1426 0105, BIC: BKAUATWW
