Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Alles rund um das Projekt Regenwald der Österreicher

Der Schutz des Regenwaldes beruht auf mehreren miteinander verbundenen Maßnahmen.

Eine zentrale Rolle spielt der gezielte Ankauf strategisch wichtiger Grundstücke. Diese Flächen werden dauerhaft dem Naturschutz gewidmet und aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen. Bestehende Waldreste können dadurch erhalten, miteinander verbunden und durch Wiederbewaldung erweitert werden.

Darüber hinaus unterstützt der Regenwald der Österreicher den Schutz vor Ort, unter anderem durch die Finanzierung von Wildhütern. Der biologische Korridor COBIGA schafft zusätzliche Verbindungen zwischen den Waldgebieten und ermöglicht es Tieren und Pflanzen, zwischen isolierten Lebensräumen zu wandern.

Entscheidend ist vor allem die strategische Bedeutung einer Fläche für den biologischen Korridor.

Besonders wichtig sind Grundstücke, die:

  • bestehende Waldflächen miteinander verbinden,
  • Lücken im Korridor schließen,
  • unmittelbar an bestehende Wälder oder Schutzgebiete angrenzen,
  • wertvolle Waldreste enthalten,
  • Gewässer oder andere wichtige Lebensräume umfassen oder
  • ein hohes Potenzial für eine erfolgreiche Wiederbewaldung besitzen.

Daneben müssen die Eigentümer zum Verkauf bereit sein und der Kaufpreis muss angemessen sein.

Unser Ziel ist daher nicht, möglichst viele einzelne Grundstücke zu erwerben, sondern Schritt für Schritt zusammenhängende und ökologisch funktionierende Lebensräume zu schaffen.

Die Wiederbewaldung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, wenn natürliche Waldregeneration allein nicht ausreicht.

Viele Flächen im Projektgebiet wurden über Jahrzehnte als Weiden oder landwirtschaftliche Flächen genutzt. Durch die Wiederbewaldung können solche Flächen wieder zu Wald werden und gleichzeitig wichtige Lücken zwischen bestehenden Waldgebieten schließen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, möglichst viele Bäume zu pflanzen. Ziel ist der Aufbau eines vielfältigen, standortgerechten und langfristig stabilen Waldes.

Auch die natürliche Regeneration spielt dabei eine wichtige Rolle. Wo der Wald sich von selbst regenerieren kann, wird dieser Prozess entsprechend berücksichtigt und unterstützt.

Der Prozess beginnt bereits im Wald: Samen und Jungpflanzen heimischer Baumarten werden gesammelt und in der eigenen Baumschule aufgezogen.

Nach einer entsprechenden Entwicklungszeit werden die Jungbäume auf den Wiederbewaldungsflächen gepflanzt. Dabei wird auf eine möglichst vielfältige und an die jeweiligen Standortbedingungen angepasste Artenzusammensetzung geachtet.

Nach der Pflanzung werden die Flächen etwa drei Jahre lang intensiv betreut. Dazu gehören unter anderem:

  • das regelmäßige Freischneiden der Jungbäume,
  • bei Bedarf Düngung und Ausbringen von Mulch,
  • die Kontrolle der Pflanzenentwicklung und Mortalität,
  • das Nachsetzen abgestorbener Bäume und
  • die laufende Anpassung der Pflege an die Entwicklung der Fläche.

Abgestorbene Bäume werden nach Möglichkeit durch dieselbe oder eine ökologisch geeignete Art ersetzt.

Besonders wichtig ist die Kombination verschiedener Maßnahmen: der gezielte Landkauf, die Wiederbewaldung geeigneter Flächen, die natürliche Regeneration, die langfristige Pflege und der dauerhafte Schutz der Flächen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die langfristige Betreuung. Eine Pflanzung allein schafft noch keinen funktionierenden Wald.

Unsere Erfahrungen zeigen außerdem, dass eine möglichst hohe Zahl gepflanzter Bäume kein ausreichendes Erfolgskriterium ist. Entscheidend sind vielmehr die Vielfalt heimischer Arten, eine standortgerechte Artenzusammensetzung, eine ausreichende Nachpflege und die langfristige Entwicklung zu einem stabilen Waldökosystem.

Die Entwicklung der Wiederbewaldungsflächen und des biologischen Korridors wird wissenschaftlich begleitet, unter anderem durch die Universität Wien und die BOKU Wien.

Untersucht werden beispielsweise:

  • die Überlebensrate der gepflanzten Bäume,
  • deren Wachstum,
  • die Entwicklung der Artenzusammensetzung,
  • die Entwicklung der Waldflächen und
  • die Unterschiede zwischen verschiedenen Wiederbewaldungsstrategien.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Monitoring der Tierwelt. Auf verschiedenen Fincas innerhalb des biologischen Korridors werden seit etwa zehn Jahren strategisch platzierte Fotofallen eingesetzt, die regelmäßig kontrolliert werden. Ergänzend kommen bioakustische Methoden zum Einsatz.

So lässt sich untersuchen, wie sich die Flächen entwickeln und ob sie zunehmend von Waldarten genutzt werden.

Ja. Die Fotofallen zeigen, dass zahlreiche Tierarten die geschützten und wiederbewaldeten Flächen nutzen.

Besonders bemerkenswert sind Nachweise größerer Säugetiere wie Puma, Pekari und Baird-Tapir. 2025 wurde beispielsweise ein Tapir in der Gemeinde La Gamba dokumentiert – eine Art, die dort seit mehr als 30 Jahren nicht mehr beobachtet worden war.

Regelmäßig werden außerdem Nasenbären, Jaguarundis, Ozelots, Kojoten und verschiedene andere Säugetiere aufgenommen.

Hier findest du das Video „Die Rückkehr der Tiere„.

Die landwirtschaftliche Nutzung und die damit verbundene Fragmentierung des Lebensraums stellen weiterhin wichtige Herausforderungen dar. Auch andere wirtschaftliche Interessen und menschliche Eingriffe können den langfristigen Schutz des Regenwaldes erschweren.

Wilderei und illegaler Holzeinschlag kommen ebenfalls vor, sind im unmittelbaren Projektgebiet derzeit jedoch nicht die Hauptbedrohung.

Ein wichtiger Ansatz besteht deshalb darin, strategisch wichtige Flächen dauerhaft zu sichern und dadurch den Druck auf besonders wertvolle Waldgebiete zu reduzieren.

Die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung ist ein zentraler Bestandteil unseres Naturschutzansatzes. Langfristiger Naturschutz kann nur funktionieren, wenn die Menschen vor Ort die Maßnahmen verstehen, akzeptieren und möglichst selbst daran beteiligt sind.

Vor Beginn von Pflanzungen werden deshalb Treffen mit der lokalen Bevölkerung organisiert. Dabei werden geplante Maßnahmen vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Menschen aus der Region arbeiten außerdem beispielsweise in Baumschulen, bei Pflanzung und Pflege sowie beim Monitoring mit.

Auch die Schaffung zusätzlicher Einkommensmöglichkeiten spielt eine wichtige Rolle. 2026 wurde beispielsweise ein Projekt für Gemeinschaftsbaumschulen gestartet. Dabei können Anwohner eigene kleine Baumschulen aufbauen und heimische Bäume produzieren, die später vom Projekt gekauft werden.

Weitere Möglichkeiten entstehen etwa durch Transportarbeiten oder die Produktion und den Verkauf von Wurmkompost.

Ja. Unsere Erfahrungen zeigen beispielsweise, dass es häufig nicht ausreicht, ehemalige Weide- oder Landwirtschaftsflächen einfach sich selbst zu überlassen.

Auf vielen Flächen können dichte Grasbestände die natürliche Waldentwicklung über lange Zeit stark behindern. In solchen Fällen kann eine gezielte Unterstützung der Regeneration notwendig sein.

Auch bei aktiven Pflanzungen zeigt sich: Viele Bäume zu pflanzen ist nicht automatisch erfolgreicher. Pflanzungen ohne ausreichende Nachpflege haben deutlich geringere Erfolgschancen.

Der Esquinas-Regenwald ist heute zu einem großen Teil dauerhaft geschützt. Rund 72 % des ursprünglichen Esquinas-Gebiets wurden in den Nationalpark Piedras Blancas eingegliedert. Auch die verbliebenen Flächen sind derzeit nicht akut von großflächiger Rodung bedroht.

Unser Schwerpunkt hat sich deshalb in den vergangenen Jahren weiterentwickelt: Heute geht es vor allem darum, die bestehenden Waldflächen miteinander zu verbinden, wertvolle Flächen außerhalb des Nationalparks dauerhaft zu sichern und den biologischen Korridor COBIGA weiter auszubauen.

Denn für viele Tier- und Pflanzenarten reicht es nicht aus, einzelne Waldinseln zu schützen. Entscheidend sind ausreichend große und miteinander verbundene Lebensräume.

derzeit aber für wichtiger, da vor allem die Wälder außerhalb des Nationalparks nach wie vor bedroht sind.

Seit 1948 wurden 26% der Fläche Costa Ricas unter Naturschutz gestellt. Die vielen Nationalparks sind der Stolz und das Aushängeschild Costa Ricas und die Einnahmen durch den Naturtourismus übersteigen diejenigen, die durch den Export von Bananen und Kaffee erzielt werden. Außerdem hat die Republik Costa Rica selbst 3.400 Hektar Land gekauft, um den Nationalpark Piedras Blancas zu erweitern. Dies ist für uns die beste Garantie, dass der Nationalpark auch am Papier weiter bestehen wird.

Für den Regenwald der Österreicher ist dennoch wichtig, den Schutz nicht ausschließlich auf den Nationalpark zu konzentrieren. Der biologische Korridor COBIGA ergänzt den Schutz der Nationalparks, indem auch Waldflächen außerhalb der bestehenden Schutzgebiete dauerhaft gesichert und miteinander verbunden werden.

Nein. Die Grundstücke, die im Rahmen unserer Projekte erworben werden, werden von den Eigentümer freiwillig verkauft.

Enteignungen sind in Costa Rica nur unter besonderen gesetzlichen Voraussetzungen möglich. Unser Ansatz besteht jedoch nicht darin, Menschen von ihrem Land zu verdrängen, sondern gemeinsam mit den Eigentümer und der lokalen Bevölkerung langfristige Lösungen für den Naturschutz zu entwickeln.

Der wichtigste Schritt ist der dauerhafte Erwerb strategisch wichtiger Flächen. Nach dem Landkauf werden diese Grundstücke aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen und dem Naturschutz gewidmet.

Wiederbewaldungsflächen werden in den ersten Jahren intensiv gepflegt und regelmäßig kontrolliert. Die wissenschaftliche Begleitung ermöglicht es außerdem, ihre langfristige Entwicklung zu dokumentieren.

Auf diese Weise verbinden wir die dauerhafte Sicherung der Flächen mit einer langfristigen ökologischen Entwicklung.

Eine der größten Herausforderungen besteht darin, ausreichend große und miteinander verbundene Waldflächen langfristig zu sichern und die Wiederbewaldung über viele Jahre hinweg fortzuführen.

Einzelne Schutzgebiete oder isolierte Waldflächen reichen für viele Tier- und Pflanzenarten nicht aus. Entscheidend ist deshalb, Schritt für Schritt einen zusammenhängenden biologischen Korridor aufzubauen und gleichzeitig die bereits geschützten Flächen dauerhaft zu erhalten.

Dafür braucht es langfristig gesicherte Finanzierung, wissenschaftliches Monitoring, kontinuierliche Pflege und die Unterstützung der lokalen Bevölkerung.

Ja, kann man! Übernachtung sind sowohl in der Tropenstation La Gamba als auch in der Esquinas Lodge möglich. Von dort aus lassen sich der Nationalpark Piedras Blancas und der biologische Korridor COBIGA entdecken. Wer möchte, kann seinen Aufenthalt auch mit einem Einblick in unsere Naturschutzarbeit verbinden und beispielsweise bei Wiederbewaldungsaktionen mithelfen.

Mit einer Spende für unsere Projekte kannst du gezielt den Schutz des Regenwaldes unterstützen – etwa durch den Ankauf von Grundstücken, Wiederbewaldung, Artenschutz oder die Finanzierung von Schutzmaßnahmen.

Über unseren SPENDEN-PORTAL

können unter anderem Spendenzertifikate ausgewählt und personalisiert werden. Diese werden als PDF per E-Mail oder auf Wunsch per Post zugestellt.

Zahlungen sind per Online-Banking, Kreditkarte oder PayPal möglich.

Spenden für Wald- und Klimaschutz werden zweckgebunden an die Tropenstation La Gamba weitergeleitet, die für die Umsetzung des biologischen Korridors COBIGA verantwortlich ist. Einnahmen aus Artenschutzurkunden werden für die Gehälter der Wildhüter und verschiedene Artenschutzprojekte verwendet.

Für viele Spenden besteht außerdem die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit. Im Rahmen des Bestellvorgangs kann dafür das Geburtsdatum angegeben werden. Die entsprechenden Spenden werden zu Jahresbeginn automatisch an das Finanzamt gemeldet.

Hier geht es zu unserem SPENDEN-PORTAL!

Eine wichtige Erkenntnis aus unserer langjährigen Arbeit ist, dass erfolgreicher Regenwaldschutz mehrere Bereiche miteinander verbinden muss: Landkauf, dauerhaften Flächenschutz, Wiederbewaldung, wissenschaftliches Monitoring und die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung.

Wiederherstellung braucht Zeit. Es geht nicht darum, möglichst schnell möglichst viele Bäume zu pflanzen. Entscheidend ist vielmehr, einen vielfältigen, ökologisch funktionierenden und langfristig stabilen Wald aufzubauen.

Langfristige Planung, kontinuierliche Pflege, wissenschaftliche Begleitung und die Einbindung der Menschen vor Ort schaffen dafür die notwendigen Voraussetzungen.